Ihr Lagersystem muss gemessen und geprüft werden nach der DGUV V3 ?
In modernen Logistikzentren sind automatisierte Lagersysteme wie Lagerpaternoster und Umlaufregale das Herzstück der Effizienz. Doch wo komplexe Elektrik auf Mechanik trifft, steht die Sicherheit an erster Stelle. Die DGUV Vorschrift 3 Prüfung (ehemals BGV A3) ist für Betreiber dieser Anlagen nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern eine lebenswichtige Vorsorgemaßnahme.
Ob Sie Systeme von Marktführern wie Hänel, Kardex oder Megamat im Einsatz haben – eine regelmäßige Elektroprüfung stellt den reibungslosen Betrieb sicher und schützt Ihre Mitarbeiter vor elektrischen Gefahren.
Lagerpaternoster und Umlaufregale gelten im Sinne der Berufsgenossenschaften als ortsfeste elektrische Anlagen. Da diese Systeme ständig in Bewegung sind und hohe Lasten bewegen, unterliegen die elektrischen Komponenten wie Motoren, Steuerungen und Sicherheitssensoren einer natürlichen Abnutzung.
Die Prüfung nach DGUV V3 dient dazu:
- Arbeitsunfälle zu vermeiden: Schutz vor elektrischem Schlag durch defekte Isolierungen oder Leitungen.
- Brandschutz zu gewährleisten: Früherkennung von Kabelbränden durch Überlastung oder Kurzschlüsse.
- Rechtssicherheit zu schaffen: Einhaltung der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und Vermeidung von Haftungsrisiken gegenüber Versicherungen.
- Ausfallzeiten zu minimieren: Identifikation von Verschleiß, bevor es zum Anlagenstillstand kommt.
Hersteller wie Hänel (z.B. Rotomat, Lean Lift) , Kardex (z.B. (Industriever, Lektriever und Shuttle), Megamat (z.B. Umlafregal, Megalift) und andere wie z.B. Electrolux, Zippel, Modula usw. bauen hochpräzise Maschinen. Bei der DGUV V3 Prüfung dieser speziellen Umlaufregale müssen Experten besonders auf die Schnittstellen zwischen Steuerungselektronik und Leistungsstrom achten.
Ein qualifizierter Prüfservice kontrolliert unter anderem:
- Die Durchgängigkeit des Schutzleitersystems.
- Den Isolationswiderstand.
- Die ordnungsgemäße Funktion der Not-Aus-Schalter und Lichtschranken.
- Die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen (RCD-Prüfung).
- Sichtprüfung: Kontrolle auf äußere Beschädigungen an Kabeln, Gehäusen und Bedienfeldern.
- Messtechnische Prüfung: Einsatz kalibrierter Messgeräte zur Bestimmung der elektrischen Werte.
- Erprobung: Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen unter Betriebsbedingungen.
- Dokumentation: Erstellung eines rechtssicheren Prüfprotokolls und Vergabe der Prüfplakette.
Wenn Sie an einem detaillierten Preis bzw. den Kosten für eine Lagersystem Messung & Prüfung nach DGUV V3 (ehemals BGV A3) interessiert sind, fordern Sie hierzu doch gleich ein unverbindliches Angebot einer Prüfung für Ihre Lagersysteme an.
Diese Vorschriften konkretisieren oder erläutern staatliche Arbeitsschutzvorschriften bzw. Unfallverhütungsvorschriften oder sie enthalten Lösungen, die der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit erleichtern.
Die aktuellen DGUV V3 Vorschriften finden Sie im Internet oder bei der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)
Unsere DGUV V3 Prüfungen erstrecken sich auf den gesamten Süden von Deutschland sowie die Schweiz und Österreich.
Besonders in den Großräumen von Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Nürnberg, München, Frankfurt, Freiburg, Offenburg, Ulm bzw. dem Schwarzwald bis zum Bodensee sowie in Basel, Zürich und Bern führen wir Prüfungen nach DGUV V3 schon über viele Jahre durch.
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Die Prüffristen werden im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt. In der Regel gilt für ortsfeste elektrische Anlagen in Lagern ein Richtwert von 4 Jahren. Da Paternoster und Umlaufregale (Hänel, Kardex etc.) jedoch bewegliche Teile und hohe Beanspruchungen aufweisen, empfehlen Experten oft kürzere Intervalle von 12 bis 24 Monaten, um die Betriebssicherheit maximal zu gewährleisten.
Die UVV-Prüfung (nach DGUV Information 208-061, früher DGUV Regel 108-007) konzentriert sich primär auf die mechanische Sicherheit (Ketten, Lastaufnahmemittel, Schienen). Die DGUV V3 Prüfung fokussiert sich ausschließlich auf die elektrische Sicherheit der Anlage. Beide Prüfungen sind gesetzlich vorgeschrieben und ergänzen einander.
Die Prüfung darf nur von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden, die über eine entsprechende Ausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit im Bereich der elektrischen Sicherheit verfügt (befähigte Person gemäß TRBS 1203).
Ältere Anlagen verfügen oft nicht über moderne Diagnoseschnittstellen. Hier ist die Erfahrung des Prüfers besonders wichtig, um spröde Isolierungen oder veraltete Schaltschütze zu identifizieren. Der Prüfumfang bleibt jedoch grundsätzlich gleich, um das Schutzziel zu erreichen.
Ja, im Schadensfall verlangen Sachversicherer und Berufsgenossenschaften den Nachweis über die ordnungsgemäßen Prüfungen. Liegt kein aktuelles DGUV V3 Prüfprotokoll vor, kann dies zur Leistungsverweigerung der Versicherung und zu hohen Bußgeldern führen.
Teilweise ja. Die Sichtprüfung und einige Messungen können bei laufender Anlage erfolgen. Für die Messung des Isolationswiderstandes und die Funktionsprüfung der Sicherheitsschaltgeräte muss die Anlage jedoch kurzzeitig abgeschaltet werden. Professionelle Prüfdienstleister stimmen die Termine eng mit Ihrer Logistikplanung ab, um Stillstände zu minimieren.
Bei der DGUV V3 Prüfung werden sämtliche sicherheitsrelevanten elektrischen Bauteile der Anlage geprüft. Dazu gehören unter anderem Motoren, Steuerungen, Bedienpulte, Schaltschrankkomponenten, Sicherheitsschalter, Sensoren, Lichtschranken sowie die gesamte Verkabelung. Zusätzlich werden Schutzleiter, Isolationswerte und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen messtechnisch überprüft.
Die Dauer hängt von Größe, Baujahr und Zustand der Anlage ab. In vielen Fällen dauert die Prüfung eines einzelnen Lagerpaternosters oder Umlaufregals zwischen etwa 1 und 3 Stunden. Bei größeren Anlagen oder älteren Systemen kann der Zeitaufwand entsprechend höher sein.
Ja. Wenn an einer Anlage elektrische Komponenten repariert, ersetzt oder verändert wurden, ist in der Regel eine erneute Prüfung erforderlich. Damit wird sichergestellt, dass alle Schutzmaßnahmen weiterhin wirksam sind und die Anlage den geltenden Sicherheitsvorschriften entspricht.
Nach Abschluss der Prüfung erhält der Betreiber ein Prüfprotokoll mit allen Messergebnissen, festgestellten Mängeln und einer Bewertung des Anlagenzustands. Zusätzlich wird meist eine Prüfplakette an der Anlage angebracht, auf der der Zeitpunkt der nächsten Prüfung vermerkt ist.
Defekte elektrische Komponenten können zu Stromschlägen, Kurzschlüssen oder sogar Bränden führen. Außerdem können Fehlfunktionen der Steuerung zu ungeplanten Bewegungen der Anlage oder zum Stillstand des gesamten Lagersystems führen. Eine regelmäßige DGUV V3 Prüfung hilft, solche Risiken frühzeitig zu erkennen.
Ja. In vielen Betrieben werden mehrere Lagerlifte oder Paternoster gleichzeitig geprüft. Das ist oft effizienter, da der Prüftechniker alle Anlagen innerhalb eines Wartungstermins prüfen kann. Dadurch lassen sich organisatorische Aufwände und Stillstandszeiten reduzieren.
Grundsätzlich ist jeder Betreiber elektrischer Anlagen im gewerblichen Bereich zur regelmäßigen Prüfung verpflichtet. Dazu zählen Industrieunternehmen, Ersatzteillager, Produktionsbetriebe sowie Werkstätten, die automatisierte Lagersysteme einsetzen.
Ja. Während der Prüfung erkennen erfahrene Prüfer häufig erste Anzeichen von Verschleiß oder technischen Problemen. Dadurch können Wartungsmaßnahmen frühzeitig geplant werden, bevor es zu Ausfällen oder größeren Reparaturen kommt.